Aktuelles



Udo Bassemir als Talentspäher wieder im Fußballgeschäft

 
(10.01.03) Der bekannteste Bassemir Deutschlands kann wieder in seinem Beruf arbeiten. Fußballtrainer Udo Bassemir (43) steht wieder in Diensten des FC Bayern – als sogenannter „Sichtungschef“ sucht er nach unentdeckten Fußballtalenten im Jugendbereich für Deutschland.

Damit beginnt sich das Leben von Udo Bassemir nach anderthalb Jahren wieder zu normalisieren. Bei dem ehemaligen Trainer der Bayern-Amateure war 2001 eine besonders gefährliche Form des Blutkrebs festgestellt worden. In einer dramatischen öffentlichen Aktion wurde ein passender Knochenmarkspender gesucht und schließlich auch gefunden (siehe unten).

Auch in den schweren Tagen der Krankheit hatte Bayern München zu Bassemir gestanden und ihn weiterhin materiell unterstützt. Wolfgang Dremmler, Bayern-Chefscout und Ex-Nationalspieler, heute: „Ich freue mich, dass er wieder da ist und seine Erfahrung mit einbringen kann.“



Hilfsaktion für leukämiekranken Udo Bassemir hat Erfolg: Knochenmarkspender gefunden


(29.11.01) Udo Bassemir, ehemaliger Amateur-Trainer von Bayern München und berühmtester deutscher Träger des Familiennamens, kann wieder Hoffnung schöpfen. Nach einer beispiellosen bundesweiten Hilfsaktion wurde für den Leukämiekranken endlich ein Knochenmarkspender gefunden, der die gleichen Gewebemerkmale hat. Der 42-Jährige Udo Bassemir ist an einer besonders aggressiven Form von Blutkrebs erkrankt. Wie seine Frau Christine berichtet, trägt ihr Mann das so genannte Philadelphia-Chromosom in sich, das bei der Bildung von Krebszellen wie ein Motor wirkt.

Am Montag kam die erlösende Nachricht. Ein passender Spender wurde außerhalb Europas gefunden. Christine Bassemir: „Mein Mann und ich haben wahnsinnig aufgeatmet. Dieser Spender passt definitiv. Alle Merkmale stimmen überein.“

Die Chancen, einen Menschen mit passendem Knochenmark in der weltweiten Spenderdatei zu finden, waren äußerst gering gewesen. Die Suche nach dem Spender war zu einer dramatischen Hilfsaktion geworden. Die Fußball-Stars von Bayern München und 1. FC Kaiserslautern hatten Blut gespendet, um sich in die Knochenmarkspender-Datei aufnehmen zu lassen. Bayern-Kapitän Stefan Effenberg drückte die Gefühle der Spieler aus: „Ich glaube, da ist der Fußball ziemlich unwichtig. Es gibt viele Dinge, die wichtiger sind.“

Beim Bundesliga-Heimspiel des 1. FC Kaiserslautern beteiligten sich die Zuschauer an der Hilfsaktion für den gebürtigen Pfälzer Udo Bassemir. Mehr als 500 Fans spendeten vor und nach dem Spiel Blut. Zudem wurde bei einer Sammlung Geld für die Typisierung der Blutproben gespendet, die pro Analyse 100 Mark kostet. Allein der Verein Bayern München überwies 100.000 Mark auf das Spendenkonto; Clubmanager Uli Hoeneß spendete 50.000 Mark aus eigener Tasche.

Auch auf dieser Website www.bassemir.de wurde ein geeigneter Spender gesucht, denn die behandelnden Ärzte waren zu der Überzeugung gekommen, dass die größte Wahrscheinlichkeit für eine Übereinstimmung bei Menschen der gleichen Abstammung liege.

Auch wenn für Udo Bassemir ein Spender gefunden ist - es warten dennoch weiterhin viele Patienten, die an der gleichen Krankheit leiden, verzweifelt auf eine Spende. Nähere medizinische Informationen hierzu gibt es bei der Aktion Knochenmarkspende Bayern. Außerdem kann auch in Zukunft auf das Sonderkonto: "FC Bayern hilft Leukämiepatienten", Kto.Nr. 7778 bei der Bank für Sozialwirtschaft AG (BLZ: 700 205 00) gespendet werden.